Warum beschäftigt sich der ÖGB-Verlag mit Linked Data Technologien, wie werden sie eingesetzt und was bringt das? Christian Wachter, der für das Wissensmanagement im Verlag zuständig ist, im Video-Interview.

Die eigenen Inhalte anderen zur Verfügung stellen und dafür an den Inhalten anderer partizipieren – der ÖGB-Verlag setzt auf Linked Data Technologien und hofft dabei, von einem regen Wissensaustausch zwischen Verlag und der Linked Data Cloud profitieren zu können.

Wie wird Linked Data beim ÖGB-Verlag eingesetzt? „Wir sind dabei, einen Thesaurus zu entwickeln im Bereich Arbeitsrecht. Damit könnte die Suche in verschiedenen Applikationen besser funktionieren. Ohne dass der Benutzer das direkt sehen kann – er findet besser, was er sucht“, erklärt Christian Wachter, Verantwortlicher im Bereich Wissensmanagement im ÖGB-Verlag. Er sieht auch weitere Anwendungsmöglichkeiten: „Wir könnten diesen Thesaurus auch als offene Daten zur Verfügung stellen, damit man ihn dann gemeinsam weiterentwickeln kann. Wir könnten auch Datenquellen von außen anzapfen – zum Beispiel das RIS, das Rechtsinformationssystem des Bundes – und über dieses Wissensmodell mit unseren Inhalten verknüpfen.“

Wissen für die Community. Im Vordergrund steht dabei nicht nur der technologische Aspekt, vielmehr verfolgt der Verlag einen gesellschaftlichen Auftrag. „Der ÖGB-Verlag ist ein politisches Projekt. Bei Linked Open Data geht es sehr darum, dass man das nicht für sich behält, sondern der Community offen zur Verfügung stellt. Da geht es auch um einen gesellschaftlichen Aspekt. Wissen bringt mehr Nutzen, wenn man es gemeinsam nutzt und gemeinsam weiterentwickelt“, so Wachter.

Geschäftsmodelle für seine Linked Data Technologien hat der Verlag noch keine – die sollen nun im Rahmen des Projekts NOLDE gefunden werden.